Roadtrip Norwegen
Norwegen

Reisetagebuch – Tag 11 – Über den Pass Tindevegen nach Flaam

So liebe Leute, heute ´mal ein etwas anderer Beitrag als bisher! Ich möchte wirklich in keiner Weise ´rumjammern oder mich beschweren! Der Urlaub ist wirklich meeega und unvergesslich! Aaaaber wenn mir jetzt irgendjemand sagen würde, ich müsste einen Tag unserer bisherigen Reise streichen, dann wäre es definitiv gestern, Sonntag, der 21. Juli 2019! Die Fahrt über Tindevegen nach Flaam.

Nein, nicht wegen des eher bescheidenen Wetters! Gut, es war der bisher nasseste Tag unserer Reise, aber das war gestern definitiv nicht DAS Problem! Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker!

Tindevegen

Serpentinenfahrt über Tindevegen

Das Stichwort, warum ich gestern gefühlt 10 Jahre gealtert bin und einen Stresspegel von 1.000 % hatte heißt Serpentinen! Oder besser gesagt Serpentinen des Todes!

Okay, ich gestehe, ich habe auch dezente Höhenangst! Also Fliegen oder mit Geländer geht, aber am Abhang stehen oder so´n Tinnef? Gar nicht meins! Also Ihr könnt froh sein, dass ich kein Reisetagebuch geführt hab als wir im Januar im Skiurlaub gewesen sind 😊 Das wäre hier wahrscheinlich in Psychotherapie geendet.

Die Fahrt von Geiranger nach Flaam

Aber in Ruhe und von Anfang an!

Wir sind gestern um 7.30 Uhr am Geirangerfjord Richtung Flaam gestartet. Da Google Maps gegenüber unserem Navi eine wesentlich kürzere und schnellere Strecke ausgespuckt hat, haben wir diese gewählt. Bei 279 km und einer Fahrtzeit von 4 Stunden 50 Minuten war vorab klar, dass es ein wenig kurvig werden könnte.

Tindevegen

Wir dachten da so an die Serpentinen zum Geiranger herunter. Aber ganz ehrlich, die waren im Nachhinein ein Schiet dagegen.

Tindevegen

Die Passstraße Tindevegen

Na ja, wir also los! Lief auch alles tippitoppi. Irgendwann ging es dann links ab auf die Mautstraße Tindevegen! Eine, laut Internet, sehr beliebte Passstraße aufgrund der schönen Natur! (Die Maut in Höhe von 90 NK (etwa 10 €) ist übrigens oben am Pass mit Karte zu löhnen.)

Da oben auf dem Pass war gefühlt tatsächlich eine andere Welt! Und bei besserem Wetter wahrscheinlich auch sehr schön!

Tindevegen

Gestern bei Nebel und einigem Getier auf der Straße war es jedoch alles irgendwie eher … ich nenne es mal komisch!

Tindevegen

Tindevegen Ende = Hölle

Tja und wenn man oben ist, geht’s halt irgendwann auch wieder herunter! Dat erste Stück ging auch noch, aber dat letzte war für mich die Hölle! Das sah auf´m Navi schon kriminell aus! Es war so steil, da lagen die Straßen quasi übereinander!

Tindevegen

Und dann kam die vorletzte Kurve! Ich hab die Situation in meinem gefühlten Schockzustand sogar noch fotografiert! Wat tut man nicht alles für den Blog!

Serpentinenfahrt deluxe

Auf jeden Fall kam uns da in der Kurve einer mit´m Wohnwagen entgegen. Und auf einmal konnte keiner mehr vor oder zurück! Durch Dauerbremsen von Umtiti stank es schon derbe bei uns im Wagen und ich dachte ich kollabiere jeden Moment ☹

Tindevegen

Nach vielem Hin und Her von unserem Endgegner in der Kurve kamen wir irgendwie irgendwann aneinander vorbei. Mit einem ganz schrecklichen Geräusch an Umtiti! Da war´s vorbei mit meinen Nerven! Heulsusenalarm!!!

Erst einmal die Lage checken

Die letzte Kurve haben wir dann noch zum Glück ohne Gegenverkehr genommen und unten erst einmal angehalten, ausgestiegen und die Lage gecheckt.

Tindevegen

Zum Glück ist Umtiti nicht so viel passiert. Hinten unten ist irgend so ein Eisenteil verbogen, weil es in der Kurve wohl über den Asphalt geballert ist. Aber das war wirklich Glück im Unglück! Umtiti hat den Mors quasi nur Wund und nicht total kaputt 😊

So, nun wieder zum normalen Reisebericht! Aber das musste einfach raus! Solche Dinge passieren nämlich auch im Urlaub! Ist nicht alles easypeasy bei 3,5 Wochen Roadtrip.

Der Laerdalstunnel

 Laerdalstunnel

Danach gab es gestern auf der Strecke dann aber auch noch ein positives Erlebnis! Wir sind durch den längsten Straßentunnel der Welt gefahren. Der Laerdalstunnel, der 24,51 km lang und zwischendurch schön bunt beleuchtet ist.

Flaam

Gegen 13.15 Uhr sind wir dann in Flaam, einem Ort am Auerlandfjord angekommen! Das Wetter war wie gesagt nicht so schön, aber trotzdem war es wieder super interessant, die großen Kreuzfahrtschiffe dort liegen zu sehen.

Flaam Camping

Diese konnten wir sogar von unserem Campingplatz (flaam-camping) aus sehen, da dieser terrassenförmig angelegt ist und unser Platz relativ weit oben lag.

Flaam

Nachmittags sind wir Frauen mal wieder ein bisschen spazieren und Souvenirs shoppen gewesen.

Flaam

Dafür sind wir Richtung Hafen gelaufen, wo sich auch seeehr viele andere Touristen getummelt haben 😊

Pizzatime in Norwegen

Gegen Abend war es dort schon etwas ruhiger. Da haben wir uns aufgrund des Wetters nämlich mal ein Schnellrestaurant gegönnt und den Grill kalt gelassen. Nur mal so zur Info: Die große Pizza auf´m Bild, die locker für zwei reichte, kostete etwa 28 Euro. Nur damit Ihr mal wisst, mit was für Preisen man hier in Norwegen so klar kommen muss 😉

Flaam Camping

Danach wurde noch ein bisschen Fernsehen geguckt und ausgeruht! Flo quält seit ein paar Tagen nämlich eine Erkältung und ich war in de Morse von dem Serpentinenstress 😊

Aktuell fahren wir gerade nach Odda! Wieder mit Serpentinen am Start, aber bisher zum Glück nicht so extrem wie gestern. Ob es so bleibt, erfahrt Ihr dann morgen 😉

Ach so! Um nach diesem Stress Bericht nun noch glückliche Gedanken zu bekommen, gibt´s als letztes Foto noch die süßen Schweinis, die wir gestern auf unserem Spaziergang entdeckt haben 😉

Nachtrag: Eine Übersicht über unsere gesamte Route von rund 7.000 km haben wir mittlerweile hier in einem extra Beitrag veröffentlicht. Inklusive aller Brücken, Fähren und Campingplätze.

2 Kommentare

  • Avatar
    Reply
    Susanne (mamutschkababutschka)
    22. Juli 2019 at 15:55

    Kann ich mir vorstellen, ich wäre auch 1000 Tode gestorben 🙈😂

    • Avatar
      Reply
      Maren
      22. Juli 2019 at 23:15

      Hi Susanne!
      Das beruhigt mich zu lesen!
      Scheint ja wohl irgendwie so ein Frauending zu sein was 😉
      Liebe Grüße Maren

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